Monats-Archive: Januar 2014

Selbst erfahren, mitfühlen, beobachten ….

dieses Video ist definitiv sehr hilfreich, um zu beobachten, wie Mensch mit (seinem) Hund umgeht.

Wenn ich das so anschaue, gibt es gute Gründe, diese Übung wieder in mein Training aufzunehmen.

Auch mich selbst werde ich genau beobachten, damit die Balance gewahrt bleibt zwischen: Ich führe (Dich, meinen Hund), Du folgst, weil Du mir vertraust, denn ich qualifiziere mich – und nicht: Du folgst, weil ich das will – und Du tust gefälligst, was ich will.

Viel Spaß beim Anschauen, genauem Hinsehen und Mit-fühlen sowie sich danach selbst beobachten wünscht

Johanna-Merete

Nachtrag: Diesen Kommentar von Nadin Matthews zum o.g. Video möchte ich mit ihrer Erlaubnis gern noch ergänzen:

 Niedliche Idee und im Sinne von Achtsamkeit ein schöner Beitrag. Danke Johanna-Merete für dieses Video, ich habe darüber nachgedacht und wurde immer heiterer.


Die Übertragung ist für mich im Video in manchen Punkten stimmig, in anderen wiederum gar nicht.

Hier mein kleiner Beitrag:
Ich sehe im Video eine Frau, die dringend zur Toilette muss und weitergezogen wird, sich nicht erleichtern darf. Echt fies.

Wäre dort ein Mann zu sehen, der alle 10 Meter an Bäume, Hauswände, Blumentöpfe und die Auslage eines Ladens pinkelte und nach dem 20. Mal mitgezogen würde, dann käme es einem Stadtspaziergang mit meinem unkastrierten Owtscharkarüden um einiges näher. blush

Ich sehe auch eine junge Frau, die sich für Katzenkalender interessiert. Gott, lass sie doch. Würde sie sich für echte Katzen interessieren, ihnen nachstellen, sie greifen und in der Mitte auseinanderreißen, dann könnte ich als Huskyhalterin verstehen, dass sie von ihrem Halter lieber weitergezogen wird. blush

Die Frau schaut später in einen Mülleimer. Verrückt. Als Labradorhalterin hätte ich mir gewünscht, dass sie mindestens ihren Kopf darin versenkt und den Müll in der Einkaufsstraße verteilt.

Im Park sollte sie sich morgens mit Menschenkot überfressen, der dann mittags auf den Teppich erbrochen wird. Am Nachmittag könnte sie Pferdewurmkur futtern, um dann am nächsten Tag für exakt 24 Stunden zu erblinden.

Der Besitzer darf aber nicht wissen, dass das Hirn die Schadstoffe von allein abbaut, sondern muss verschiedene Tierärzte, die es auch nicht wissen, konsultieren. blush

Die junge Dame im Film macht ja wirklich sehr hilfsbereit darauf aufmerksam, dass gerade jemand versucht, in die Wohnung einzubrechen.

Als Halterin einer Schäfermixhündin, hätte ich gern gesehen, dass sie in der Treppenhaus-Rush-Hour alle fünf Minuten die anderen Mieter durch die Tür anschreit, dass sie sich alle verpissen sollen und dass das ihr Haus ist. blush

Gänzlich gefehlt hat mir der Spaziergang mit einem Gewaltstraftäter, der nicht im Knast ist, sondern privat betreut und ausgeführt wird …

Hui, das hat Spaß gemacht!

Natürlich habe ich fünf verhaltensoriginelle Hunde, die ihre Geschichte, Genetik und ihren Macken haben, die ich sehr mag.

Es ist gut, achtsam mit ihnen, der Umwelt und sich selbst umzugehen.

Sowohl Hunde, Hundehalter als auch die Öffentlichkeit haben Bedürfnisse.

Die Balance zu finden, ist eine Kunst.

In der Stadt allemal.

Ich hoffe, das Video macht den Menschen kein schlechtes Gewissen, sondern hilft, ein Bewusstsein über sein eigenes Handeln zu entwickeln.

Ich zum Beispiel streichle meinen Hunden nicht mehr über den Kopf, wenn sie schlafen. Das ist doch schon mal toll.

Dafür mache ich das bei meinem Sohn. blush